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Griechische Götter, Helden & Mythen

Zeus Brunnen
Zeus im Vierströmebrunnen von Gian Lorenzo Bernini in der Mitte der Piazza Navona in Rom


Das alte Griechenland bildete die Vorhut unserer modernen Zeit und wer heute ins Land der olympischen Götter reist, wird ihnen an allen Ecken der Antike begegnen. Dieses Thema ist spannender als so mancher glauben mag, der sich in der Vergangenheit mit dem Schulfach Geschichte herumärgern musste. Es kommt eben immer darauf an, wie ein bestimmtes Thema vermittelt wird, ob anschaulich und lebendig oder staubtrocken. Wer eine der griechischen Inseln besucht und mit offenen Augen durch die Welt geht, erlebt die Historie geradezu mit allen Sinnen – und ganz automatisch ist das Interesse geweckt. Ein bisschen Vorwissen lässt sich auch schon zu Hause gut anhäufen, um im Urlaub gerüstet zu sein.

Die antiken Olympischen Spiele: Wie war das eigentlich damals?

Vor ungefähr 3.500 Jahren fanden die ersten Olympischen Spiele statt. Geschichtswissenschaftler können den Startzeitpunkt heute nur noch schätzen, genaue Anhaltspunkte für ein konkretes Datum gibt es nicht. Wahrscheinlich gab es bereits in der alten mykenischen Kultur körperliche Wettkämpfe im Rahmen religiöser Feste, aber richtig bekannt wurde das große Turnier erst, als die Mykener im großen Poker der Geschichte bereits ihren Zenit überschritten hatten. Damals war das griechische Volk noch zersplittert und sollte durch eine regelmäßige zentrale Veranstaltung im Herzen vereint werden. Wieder fanden Sport und Kult eng zusammen, reine Körperertüchtigung war zu jenen Zeiten noch nicht "in". Schriftliche Belege für das antike Olympia existieren erst ab 776 vor unserer Zeitrechnung, weil sich zu jener Zeit die griechische Schrift entwickelte. Aus den alten Dokumenten wird schnell klar, dass zu jeder Großveranstaltung auch Opfer gehörten, ebenso wie feierliche Eide und pompöse Ehrungen.

Höhepunkt und Ende des größten Sport-Events der Antike

Den absoluten Höhepunkt erlebte das antike griechische Olympia wahrscheinlich im Jahr 476 vor Christi, als die jubelnde Menge den großen Themistokles empfing. Dieser Held hatte kurz zuvor die berühmte Seeschlacht von Salamis gewonnen und damit den Perserkriegen eine entscheidende Wende verliehen. Hier wird deutlich sichtbar, dass die damaligen Veranstalter wirklich alle Strippen zogen, um ihr weit verstreutes Volk zu vereinen. Die frenetische Heldenverehrung war ein Puzzleteil im großen Ganzen, das dazu diente, Griechenland vereint und stark zu halten. Als aber die Römer ab 148 vor unserer Zeitrechnung die Oberhand gewannen, war das vorläufige Ende des größten Sport-Events aller Zeiten eingeläutet. Rom stand diesem Treiben nämlich skeptisch gegenüber und konnte vor allem mit den nackten Athleten ganz und gar nichts anfangen. Während der römischen Herrschaft kam Olympia also ganz folgerichtig zum Erliegen.

Die griechische Götterwelt vor und nach dem großen Zeus

Wie wir wahrscheinlich alle wissen, war das alte Griechenland polytheistisch geprägt, es gab also viele verschiedene Götter nebeneinander. Die einzelnen Gottheiten erschienen außerdem wie typisch menschliche Charaktere, sie waren eigensinnig, jähzornig, sanftmütig, eifersüchtig und manchmal auch einfach nur verliebt. Was wenige wissen: Schon bevor Zeus seinen Thron auf dem Olymp bestieg, gab es sogenannte vorolympische Götter wie Erebos, Eros, Gaia und Nyx. Doch wir wenden uns an dieser Stelle den sogenannten Hauptgöttern zu und nehmen einige davon genauer unter die Lupe. Denn sie tauchen besonders häufig in unserer modernen Welt auf, und darum sind sie uns erstaunlich gut bekannt. Dementsprechend haben sie auch einen gewissen Einfluss auf unser Denken und natürlich ganz besonders auf die heutige griechische Kultur.

Was hat die Glücksgöttin mit Texas Hold'em zu tun?

Am Typus der antiken Glücksgöttin lässt sich auf hervorragende Weise zeigen, wie es die alten Gottheiten bis in unsere Zeit geschafft haben. Bei den Römern hieß die Dame Fortuna, und genau dieser Name kursiert noch heute allerorts. Zufallsspiele sind nun einmal kein reines Phänomen der Vergangenheit, sondern auch heute sehr beliebt. Bei Klassikern wie Black Jack, Roulette oder Poker verlassen sich viele Spieler weltweit auf die aktive Unterstützung der Göttin, ob sie diese nun Fortuna oder Tyche nennen. Die beliebteste Kartenspielvariante der Griechen ist Texas Hold'em, das in der Vergangenheit durch regelmäßige Fernsehsendungen bekannt wurde. Für den Einstieg muss man einige einfache Pokerregeln kennen, die sich innerhalb von wenigen Minuten per Online Poker erlernen lassen. Der Qualitätsunterschied zwischen den Spielern besteht nicht darin, wie gut sie diese Regeln anwenden, sondern wie gut sie andere Spieler bewerten und deren Karten und Gewinnchancen vorhersagen können.

Tyche - Göttin des Schicksals, der glücklichen oder bösen Fügung und des Zufalls
Tyche - Göttin des Schicksals, der glücklichen oder bösen Fügung und des Zufalls

Göttervater Zeus wäre ein brutaler Gegner im Online Poker

Wer über die griechische Götterwelt spricht, der kommt an Zeus nicht vorbei. Der oberste aller olympischen Götter wird auch als "Göttervater" bezeichnet, er entmannte seinen eigenen Vater Kronos, um den Thron zu besteigen. In einer Partie Texas Hold'em wäre er also ein brutaler Gegner, der mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln täuscht und seine Vorteile gnadenlos nutzt. Zeus fügte sich allein den Moiren, die das Schicksal verkörpern, sonst keinem anderen Wesen, geschweige denn einem einfachen Menschen. Seine Symbole sind der Blitz und das Zepter als Zeichen seiner Herrschaft und der unvermittelten, heftigen Bestrafungsvollmacht. Dass eine derart vollmächtige Gottheit auch heute noch die Menschen fasziniert, wundert kaum! Der Name "Zeus" ist und bleibt in aller Munde, eine Uhrenmarke wurde nach ihm benannt und er kommt in vielen verschiedenen Filmen und Spielen vor. Schon die 80er-Jahre-Kamelle "Kampf der Titanen" setzte den Göttervater als zornigen Bestrafer in Szene. 2012 wurde in "Zorn der Titanen" ein ähnliches Thema wieder aufgekocht.

Poseidon als Herrscher der Wasserwelt – und der Pferde

Dieser Name ist fest mit dem Wasser verbunden, denn Poseidon war nicht nur der Bruder des Zeus', sondern auch der Herrscher der Meere und König von Atlantis. Er hielt laut alter Sagen auch einige wichtige Hafenstädte unter seinen nassen Fittichen, ebenso wie sein römisches Pendant, der berühmte Neptun. Auf Beleidigungen reagierte Poseidon nicht gerade freundlich mit fiesen Stürmen und Fluten, sodass die alten Griechen sehr vorsichtig wurden, wenn das Gespräch in seine Richtung führte. Schließlich wohnten damals viele Menschen am Wasser, fuhren zur See oder verdienten ihren Lebensunterhalt mit dem Fischfang. Seine Symbole waren der allseits bekannte Dreizack und: Pferde! Aus irgendeinem Grund ist dem mächtigen Wasserwesen tatsächlich gelungen, die schnellen Reittiere unter seine Herrschaft zu bringen. "Poseidon", so nennt sich heute auch ein großer Hersteller von Tauchgeräten und Zubehör – eigentlich sehr verständlich. Aber auch viele griechische Lokale leihen sich ihren Namen von dem weltbekannten Wasserwesen und verweisen damit auf ihr reiches Angebot an Meeresfrüchten.

Große, weite Sagenwelt rund um die Götter des Olymps

Die Götter des antiken Griechenlands führten ein regelrechtes Eigenleben. In den Mythen und Sagen alter Zeiten fochten sie Kämpfe aus, bestanden Prüfungen und legten sich mit Sterblichen oder anderen Wesen an. Die Sage rund um Prometheus ist eine von vielen Tausend Geschichten, die es von der damaligen Zeit bis ins Heute geschafft haben, weil sie immer wieder neu erzählt und weitergegeben wurde. Prometheus stammte aus dem Geschlecht der Titanen, das von Zeus entmachtet worden war, und doch tat er etwas ganz Besonderes: Er schuf den Menschen. Dazu nahm er eine Handvoll Ton und knetete daraus Ebenbilder der Götter mit guten und schlechten Eigenschaften. Pallas Athena hauchte diesen Werken noch ihren Geist ein und schon marschierten die neuen Lebewesen über die Erde. In einer Art Poker um die Gabe des Feuers legte sich Prometheus allerdings mit Zeus an. Ihm gelang es zwar, für den Menschen dieses wichtige Element zu erobern, wurde dafür aber hart bestraft. Zeus ließ ihn an einen Felsen im Kaukasus schmieden und jeden Tag fraß ein Adler von seiner Leber. Eine fiese Geschichte, die erst Hunderte Jahre später ein gutes Ende fand, als sich Herakles über Prometheus erbarmte. Klassische Künstler widmeten sich vielfach dem Prometheus-Thema.

Statue des Prometheus mit gebrochener Kette- Göttin des Schicksals, der glücklichen oder bösen Fügung und des Zufalls
Statue des Prometheus mit gebrochener Kette


Die Heldengeschichte rund um den starken Herakles

Herakles ist weithin auch unter den Namen Herkules bekannt, und den wird sicher jeder halbwegs informierte Mensch in die Sparte "Kraftprotz" einordnen. Der griechische Held ist ein Sohn des Zeus und soll in der Tat über mehr Körperkraft verfügt haben als irgendein anderes Wesen. Er besiegte im Zweikampf sogar mehrere Götter, obwohl er selbst nur ein Halbgott war. Hera, die Gattin des Zeus, war allerdings nicht besonders froh darüber, dass ihr Angetrauter mit der sterblichen Alkmene ein Kind gezeugt hatte. Also versuchte sie, wo immer es ging, dem Herkules Steine in den Weg zu legen und daraus entstand so etwas wie ein jahrelanges Texas Hold‘em. Während der große Held die Welt von Tyrannen, Riesen und Löwen befreite, machte Hera sich über seine Familie her und verwirrte ihm zudem noch die Sinne. Die berühmten 12 Aufgaben folgten auf dem Fuß, Herakles erwies sich als unbesiegbar und gewann schlussendlich sogar die Unsterblichkeit. Ganz am Ende der Story steht die Aufnahme in den Götterhimmel inklusive der Versöhnung mit Hera. So ist Griechenland: voller Abenteuer – und stets dem Guten zugeneigt.

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